MINT Fortbildung für Lehrer aus ganz NRW an der RIV
Ahaus Wann ist der Aufprall heftiger: Wenn ein Auto mit 100 km/h gegen die Wand fährt oder bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Auto, das ebenfalls mit Tempo 100 unterwegs ist? Diese Frage lässt sich zweifelsfrei beantworten. Im Physikunterricht - im Autoscooter.
"Das
Tempo beträgt dann aber zehn km/h", beruhigte Prof. Dr. Theodor
Duenbostl gestern 16 Realschullehrer aus ganz NRW in der Realschule im
Vestert bei der Fortbildung "Schülerexperimente im Physikunterricht".
Der Wiener baut auf das praktische Element im Unterricht - unter
Einsatz neuester Medien. Wie im Autoscooter im Wiener Prater: Da sind
die Schüler bei ihrem Frontalcrash wie beim Fahren gegen die Bande mit
Sensoren ausgerüstet. Das Ergebnis ist dann nachher auf dem PC
nachzulesen: Die Kurven verlaufen nahezu gleich.
Gütesiegel MINT
"Messsystem
mit PC-Sensoren" heißt der Vortrag, den Professor Duenbostl natürlich
auch mittels moderner Technik hält. Eingeladen nach Ahaus hat ihn die
Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände NRW: Die hat, wie berichtet,
vor zwei Jahren die Realschule im Vestert mit dem Gütesiegel MINT
ausgezeichnet als Schule, die besondere Leistungen im
naturwissenschaftlichen Unterricht aufweisen kann. MINT steht dabei für
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. "Es gibt 28
Realschulen mit diesem Gütesiegel in NRW, und das bei einer Gesamtzahl
von 550", betonte Dr. Heike Hunecke vom Landesverband der
Arbeitgeberverbände.
Das Gütesiegel sei nicht mit einem Geldpreis
verbunden sondern mit Förderangeboten für Schüler und Lehrer. So freute
sich Dr. Hunecke über den Vorschlag von Jochen Grosfeld, Konrektor der
Realschule im Vestert, für eine Lehrerfortbildung zum Thema "Schüler
experimentieren". So nahmen die Lehrer aus den MINT-Realschulen gestern
auf den Schülerbänken Platz und durften die zahlreichen kreativen
Experimente durchführen, mit denen in Ahaus den Schülern das Fach
Physik näher gebracht wird - "nach dem Motto wir lernen voneinander",
so Jochen Grosfeld.
Nutznießer sollen schließlich die Schüler sein, deren Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern geweckt und erhalten bleiben soll - und das wünschen sich nicht nur die Lehrer, sondern auch die branchenspezifischen Arbeitgeberverbände. ewa
(Quelle: Münsterland-Zeitung.de)
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