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Ehemalige Vestertschülerin beim Journalistenwettbewerb

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(l.) Malte Horn (Teamleader), (m.) David Ohrndorf (WDR Köln), (r.) ich (Lisa Tretow)

Lisa Tretow schreibt über Logistik und Zukunftschancen bei der Bundeswehr

Unsere ehemalige Schülerin Lisa Tretow besucht die 13. Klasse am Alexander-Hegius-Gymnasium und arbeitet nebenher als freie Mitarbeiterin/Journalistin bei der Münsterland Zeitung (Redaktion Ahaus). Im Rahmen des 109. Jugend Presse Kongresses gehörte sie mit zu den 125 Teilnehmern (von rund 1000 Bewerbern deutschlandweit), die die Möglichkeit hatten, mit Profijournalisten z. B. von ARD, ZDF und WDR Beiträge für das Kongressfernsehen zu drehen, eine PR-Zeitung zu entwickeln oder beim Kongresswebmagazin mitzumachen.

Dabei standen Experten zu den Themen ,,Zukunft" und ,,Berufliche Chancen bei der Bundeswehr" in der Medien-Börse für Interviews, Recherchen und Hintergrundgespräche zur Verfügung. Um für den Journalistenwettbewerb dieses Workshops teilnehmen zu können, hat sie hinter die Kulissen der Bundeswehr geschaut und einen Artikel über die dortige Logistik und Berufsperspektiven geschrieben, der ihr hier veröffentlicht ist.


 

Hinter den Kulissen der Bundeswehr - Logistik und Perspektiven für junge Leute

 

Bremen – Diktiergerät an! Bleistifte gespitzt! Ein Wochenende der etwas anderen Art verbrachten 125 engagierte Jugendliche in der Lucius D. Clay-Kaserne in Osterholz-Scharmbeck, im Rahmen des 109. jugend presse kongresses. Für den Workshop hatten sich 1000 Interview mit Hartwig TarnowskiJugendliche deutschlandweit beworben. Die glücklich Auserwählten hatten die Chance mit Medienprofis z. B. von ARD, ZDF, WDR und SWR-3, Beiträge für das Kongressfernsehen zu drehen, eine PR-Zeitung zu entwickeln oder am Kongress-Webmag mitzuarbeiten. Zudem standen Experten, Soldaten und Profijournalisten für Gespräche über die Themen ,,Zukunftsperspektiven im Journalismus“ und ,,Berufliche Chancen bei der Bundeswehr“ in den Medien-Börsen zur Verfügung. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Logistikschule der Bundeswehr und der young leaders GmbH, die junge Leute fördert, die sich schon früh politisch, sozial, kirchlich, sportlich oder in einem ähnlichen Bereich überdurchschnittlich engagieren.
Die Jugendlichen fieberten einem stramm, militärisch koordiniertem Wochenendprogramm entgegen. In eine Kaserne zu fahren war für viele der Teilnehmer ein befremdliches Gefühl. Vorurteilen auf den Zahn fühlen Alle waren sehr gespannt, ob es in einer Kaserne wirklich so ist, wie es vielen Jugendlichen immer im Kopf herum spukt. Sind zum Beispiel die militärischen Disziplinen wirklich so hart und ist das Essen dort eher eine Abschreckung?

Live-Schaltung nach Afghanistan

Doch zunächst waren die Teilnehmer sehr gespannt auf die bevorstehenden Workshops und erhofften sich aktuelle Themen aus erster Hand zu erfahren. So sorgte die Live-Schaltung mithilfe der ISAF (International Security Assistance Force) nach Afghanistan für eine Überraschung, bei der sich die Gelegenheit ergab ein interessantes Interview mit drei Soldaten vor Ort zu führen. Durch die Live-Schaltung konnten sich die Jugendlichen ein besseres Bild von der Logistik machen und sich die Praxis von den drei erfahrenen Soldaten hautnah erklären lassen. Schließlich waren die enorm vielen Zahlen, Daten und Fakten für alle in unvorstellbaren Dimensionen. Jetzt nahm alles langsam bildliche Züge in den Köpfen der jungen Teilnehmer an, da allen die Situation in Afghanistan bewusster wurde. So befinden sich zum Beispiel in den gesamten afghanischen Einsatzgebieten rund 90 Container an Munition und 1.500 Fahrzeuge. Der gesamte Warenwert der Ausstattung vor Ort beträgt circa 1,6 Millionen Euro.

Simulation: Journalismus im Alltag

Doch nicht zu vergessen war der Journalismus, bei der die Teilnehmer die Aufgabe bekamen innerhalb kürzester Zeit Artikel über die verschiedensten Themen der Bundeswehr zu verfassen. Bei der Erstellung der Artikel wurde schnell klar, wie stressig ein Arbeitsalltag eines Journalisten sein kann. Da zum Beispiel für das Interview mit Brigadegeneral und Kommandeur der Logistikschule, Hartwig Tarnowski mehrere Gruppen angesetzt waren, blieb es nicht aus, dass die Jugendlichen „Ellbogen einsetzen“ mussten, um mehr Zeit für die Verfassung ihrer Artikel zu gewinnen. Nicht für alle Gruppen gestaltete sich die simulierte Arbeitssituation als vorteilhaft, da weniger Laptops als Gruppen vorhanden waren. Dementsprechend war Kreativität unter Zeitdruck gefragt.

Krönender Abschluss

Das Highlight der Veranstaltung war der Presseabend auf dem Schiff ,,Hanseat“. Ein gemütlicher Abend, bei dem die Organisatoren Hartwig Tarnowski und Reinhard Werner (Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der young leaders GmbH) sowie die Teamleiter Malte Horn und Tim Stadtaus hervorgehoben und für ihr Engagement gelobt wurden. Dem konnten die Teilnehmer nur zustimmen. Abgerundet wurde der Abend durch ein reichhaltiges Buffet.
Ein gelungener Kongress ging zu Ende und alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Workshop Vorurteile über die Bundeswehr abgebaut und den eigenen Berufswunsch Journalist zu werden bestärkt hatte. Die Jugendlichen hatten innerhalb kürzester Zeit gelernt mit hoher Disziplin, Teamwork und der Bewältigung von Stresssituationen umzugehen, da dies Grundvoraussetzungen für ihren Berufswunsch sind.


Von Lisa Tretow
Alexander-Hegius-Gymnasium Ahaus
Stufe 13
ehemalige Realschülerin der Realschule im Vestert

 
 

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